Fotoausrüstung

Das Anfertigen hochauflösender Fotos ist heutzutage keine grosse Kunst mehr: Jeder, der ein halbwegs aktuelles Smartphone besitzt, kann mit wenigen Handgriffen Dutzende von Bildern schiessen und im Internet veröffentlichen.

Um professionell wirkende Resultate zu erzielen, ist allerdings mehr erforderlich als ein Smartphone der 100-Franken-Klasse. Ein hauptberuflicher Hochzeitsfotograf etwa nimmt zu seinen Aufträgen eine Ausrüstung mit, deren Anschaffungspreis an den eines Kleinwagens heranreicht. Lesen Sie im Folgenden, welche Ausgaben man für eine hochwertige Fotoausrüstung einkalkulieren muss.

Kamera: 1.500 bis 5.000 CHF

Die Auswahl einer Kamera gestaltet sich oft schwieriger, als man denken würde: In diesem Marktsegment gibt es mittlerweile so viele Modelle, dass es ausgesprochen schwer fällt, den Überblick zu behalten. Ein beliebtes und vergleichsweise kostengünstiges Modell, das auch von dem einen oder anderen Hochzeitsfotografen genutzt wird, ist die Olympus E-M1 OM-D (ca. 2.000 CHF). Der Bildsensor liefert eine Auflösung von 16,3 Megapixeln. Zur Ausstattung gehören ein hochauflösender elektronischer Sucher mit 100-prozentigem Blickfeld, ein 3-Zoll-LCD-Display und ein 5-Achsen-Bildstabilisator der neuesten Generation.

Wer Wert auf eine hohe Bildqualität und viele Einstellungsmöglichkeiten legt, ist gut beraten, sich für eine Spiegelreflexkamera zu entscheiden. Zu den derzeit populärsten Modellen zählt die Nikon 810, die mit einer Auflösung von satten 36 Megapixeln aufwartet. Mit rund 3.000 Franken ist die Nikon alles andere als günstig, doch die Ergebnisse entschädigen für diese Mehrausgabe: Die Bilder sind gestochen scharf, und der Sensor besticht durch eine unvergleichliche Lichtempfindlichkeit. So mancher Hochzeitsfotograf schwört auf die Nikon D810, da sich mit dieser Kamera selbst bei Dunkelheit hervorragende Bilder erstellen lassen.

Objektive: 500 bis 1.000 CHF

Ein weiterer wichtiger Kostenfaktor sind die Objektive, die im Highend-Bereich mit 500 CHF und mehr zu Buche schlagen können. Profis wie der Hochzeitsfotograf Christof Moeri haben grundsätzlich mehrere Objektive dabei, um in jeder Aufnahmesituation die bestmögliche Bildqualität erzielen zu können. Zur Grundausstattung eines professionellen Fotografen zählen Weitwinkel-, Tele- sowie Tilt-und-Shift-Objektive; je nach Situation kann auch das Fischaugenobjektiv eine gute Option sein. Auf das Makroobjektiv, das vorwiegend bei der Naturfotografie Verwendung findet, kann man als Hochzeitsfotograf getrost verzichten.

Weiteres Zubehör: 1.000 bis 3.000 CHF

Ein Hochzeitsfotograf ohne Stativ ist wie ein Fussballer, der ohne Stollenschuhe auf den Platz läuft. Mag die Hand noch so ruhig sein – ein wackelfester Ständer (300 bis 500 CHF) ist bei Aufträgen, die 16 bis 18 Stunden dauern können, ein absolutes Muss. Ebenfalls unabdingbar ist ein Blitz, der je nach Güteklasse bis zu 500 CHF kostet, sowie eine robuste Fototasche (ca. 100 CHF). Weitere Zubehörteile, die man als Profifotograf benötigt, sind Schirme, Softboxen, Reflektoren, Studioleuchten, flexible LED-Leuchten, Fotohandschuhe, Handschlaufen und Kameragurte. Rechnet man die Aufwendungen für die Bearbeitungssoftware hinzu, kommt man auf einen Gesamtbetrag, der zwischen 6.000 und 9.000 CHF liegt. Wie bei allen technischen Gegenständen ist auch hier die Skala nach oben offen: Kauft man nur die besten und teuersten Produkte, liegen die Ausgaben schnell im fünfstelligen Bereich.