Herpes – Ursache, Symptome und Behandlung

Unter dem Begriff Herpes werden eine Reihe von Erkrankungen mit Bläschenbildung oder Infektionen mit bestimmten Herpesviren zusammengefasst. Am häufigsten tritt Lippenherpes auf, welches durch das Herpes-simplex-Virus hervorgerufen wird.

Ursache

Lippenherpes wird durch einen bestimmten Typ des Herpes-Virus (Herpes-Simplex-Virus 1) ausgelöst. (Es gibt auch einen Herpes-Simplex-Virus 2, der Herpes im Genitalbereich verursacht. Das Herpes-Virus verbleibt nach der Erstinfektion in einem Ruhezustand ein Leben lang im Organismus. De facto tragen die meisten Menschen auf der Welt den Herpes-Virus in sich. Allerdings kommt es bei vielen nie zum Ausbruch.

Symptome und Verlauf

Herpes labialis (Lippenherpes) zeichnet sich durch schmerzhafte Bläschen an den Lippen aus – vor allem im Übergangsbereif zwischen Lippenrot und Haut. Lippen Herpes in seinem Verlauf ist meist recht ähnlich: Zunächst tritt ein Kribbeln auf, dann entwickeln sich schmerzhafte Bläschen, die nach einigen Tagen aufplatzen, bis die Wunde schließlich wieder ausheilt. Da Herpes übertragbar ist, ist vom Küssen in der ganzen Periode (7-14 Tage) abzuraten. Nicht nur aus diesem Grund stehen betroffene Personen unter hohem Leidensdruck: Viele meiden aufgrund des „unvorteilhaften Aussehens“ die Öffentlichkeit oder soziale Kontakte.

Behandlung

Leider existiert bislang kein Mittel, das das Virus beseitigen kann. (Auch das Immunsystem ist dazu nicht in der Lage.) Letztlich kann nur die Anzahl der Herpes-Ausbrüche verringert werden. Da Lippenherpes-Ausbrüche nachweislich durch emotionalen Stress verursacht werden können, können Kurse in Stressmanagement oder Entspannung hilfreich sein.

Beliebte Hausmittel gegen Lippenherpes sind Zahnpasta, Honig oder Teebaumöl, deren Wirkung allerdings nicht wissenschaftlich nachgewiesen wurde und wohl auch nicht nachgewiesen wird, da sie nur äußerlich und damit nicht antiviral wirken.

Ein neuartiges Mittel ist Cremovan Lipivir, dessen präventive, also vorbeugende Wirkung klinisch nachgewiesen wurde. (durchschnittliche Reduktion von Ausbrüchen von 88% im Vergleich zur Vorperiode ohne die Verwendung des Mittels, Clinical Trials Center (CTC), Universitätsspital Zürich, 40 Patienten, Studiendauer: 6 Monate pro Patient).

Laut Hersteller kann das Mittel sogar „bei ordnungsgemäßer Anwendung Fieberbläschen-Ausbrüche ganz verhindern“. Das Mittel hat die Zulassung für den Verkauf in ganz Europa und ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.