Studie: Käse schützt den Zahnschmelz

Eine neue Studie deutet darauf hin, dass bereits kleine Mengen von Cheddar-Käse den Zahnschmelz vor den schädlichen Wirkungen von Kaffee, Tee und Wein schützen.

Cheddar-Käse, der populärste Käse in England, schmeckt nicht nur gut, sondern hat laut einer neuen Studie auch eine ungeahnte gesundheitsfördernde Wirkung. So soll dieser die den Zahnschmelz vor der Säure-Erosion schützen, die zum Beispiel durch Kaffee, Tee, Wein, Limonade und weitere, säurehaltige Getränke verursacht wird.

Was meinen Sie? Sollten Zahnärzte in Luzern, Zürich, Bern und Co. ihren Patienten empfehlen, regelmäßig (Cheddar-)Käse zu essen? Oder ist das alles Käse?

Der pH-Wert in unserem Mund ist niedrig (leicht sauer) und wenn wir Speisen oder Getränke zu uns nehmen, die diesen weiter senken, wird der Zahnschmelz angegriffen. Der Speichel wirkt als Neutralisationsmittel und stellt den pH-Wert nach dem Essen wieder her. Doch auch einige Lebensmittel können diesen Prozess beschleunigen. So hebt der Cheddar den pH-Wert nach dem Essen für 30 Minuten an – die schützende Wirkung von Milch und Joghurt dauert dagegen jeweils nur 10 Minuten.

Die Forscher der Academy of General Dentistry glauben, dass zwei Faktoren den Käse so wertvoll für die Zähne machen. Zum einen regt Käse den Speichelfluss stärker an als andere Lebensmittel. Zum anderen enthält Käse Kasein-Phosphate, die den Zahnschmelz stärken. Interessanterweise haben beide Faktoren nichts mit dem Fettgehalt des Käses zu tun – das heißt fettarme Sorten sind genauso effektiv.

Und bereits knapp 10 Gramm, also ein Drittel einer Scheibe, reichen aus, um die schützende Wirkung zu erreichen. Für den stärksten Effekt empfehlen die Forscher, den Käse Stück für Stück während der gesamten Mahlzeit zu essen und die Mahlzeit immer mit dem Käse zu beenden. Käse mag eventuell sogar das Zahnfleisch schützen – ein äußerst positiver Effekt, wie Ihnen jeder Parodontologe bestätigen wird.

Doch es gibt noch andere Lebensmittel, die Ihren Zähnen nicht schaden. Harte Früchte wie Äpfel und Pfirsiche sind ein guter Ersatz für Süßigkeiten und sie bleiben nicht an den Zähnen kleben. Sie enthalten zwar Zucker, doch dabei handelt es sich um Fructose, also Fruchtzucker, der schonender zum Zahnschmelz ist als Saccharose, also normaler Haushaltszucker. Auch Gemüsesorten wie Karotten, die keinen klebrigen Film auf den Zähnen hinterlassen, sind empfehlenswert. Sie sollten jedoch nicht vergessen, viel zu trinken – gerade im Sommer. Denn Wasser sorgt nicht nur dafür, dass Essensreste ausgespült werden, sondern hilft bei der Wiederherstellung des natürlichen pH-Wertes.

Doch welche Lebensmittel greifen den Zahnschmelz eigentlich an?

Diät-Limonade hat einen extrem niedrigen pH-Wert – denselben wie Haushaltsessig – und die Auswirkungen dieses Getränks auf den Zahnschmelz sind mit denen der Droge Methamphetamin vergleichbar – besser bekannt unter den Modenamen Meth oder Crystal Meth. Auch Sportgetränke sollten eher gemieden werden, denn sie enthalten nicht nur stark säure-, sondern auch zuckerhaltig. Doch auch Kaffee und Tee setzten dem Zahnschmelz zu. Tee ist wegen seiner Gerbstoffe schlimmer als Kaffee. Daher sollten Sie Kaffee (ohne Zucker) mit einem Schuss Milch gegenüber Tee den Vorzug geben und versuchen, nicht den ganzen Morgen über daran zu nippen, denn auf diesem Weg wird der Zahnschmelz besonders stark angegriffen.

P.S. Sie sehnen sich nach einem weißen Lächeln? In unserem Artikel vom 3. Juni 2013 erfahren Sie mehr über Bleaching. Allerdings ist Bleaching nicht für alle ohne Einschränkungen ratsam – fragen Sie Ihren Zahnarzt in Luzern, Zürich, Basel und Co.