Nagelpilz

Nagelpilz ist eine weit verbreitete Erkrankung, von der schätzungsweise mehr als zehn Prozent aller Menschen in der Schweiz betroffen sind. In Deutschland leiden Untersuchungen zufolge rund 12 Prozent der Einwohner an Onychomykose (so die medizinische Bezeichnung).

Da Nagelpilzerkrankungen vorwiegend an feuchten Stellen auftreten, finden sie sich häufig an den Fussnägeln. Erkrankungen der Fingernägel sind vergleichsweise selten: Neueste Erhebungen zeigen, dass Fussnägel viermal so häufig von Onychomykose betroffen sind.

In jedem Fall müssen die erkrankten Nägel umgehend behandelt werden – ansonsten besteht die Gefahr, dass sie vollständig zerstört werden und der Pilz auf die benachbarten Nägel übergreift. Dies kann zu starken Schmerzen führen, die mit Beeinträchtigungen des Gehens bzw. der Handbewegungen verbunden sind.

Wie erkennt man die Symptome von Nagelpilz?

Die Symptome der Onychomykose sind vielfältig. Ist ein Nagel von Fadenpilzen befallen, zeigen sich in der Regel zunächst Verfärbungen am Rand. Handelt es sich um einen Hefepilz, ist zumeist der Bereich des Nagelwalls betroffen. Hiermit wird die halbmondförmige Hautfalte bezeichnet, die die Ränder der Nagelplatte überdeckt. Weitere Anzeichen für eine Erkrankung sind eine Rückbildung des Nagels, eine deutlich sichtbare Verdickung der Nagelplatte, ein entzündetes Nagelbett, eine erhöhte Brüchigkeit der Nägel sowie eine Abspaltung einzelner Nagelschichten. Auf Nagelwohl.de sind die Symptome von Nagelpilz erklärt.

Wie entsteht Nagelpilz?

Nagelpilz wird durch parasitäre Organismen ausgelöst, die mikroskopisch klein sind. Ihren Lebensraum bilden die Nägel und die Nagelbetten. Begünstigt wird das Entstehen von Onychomykose unter anderem durch ein zu feuchtes Umfeld (hervorgerufen z.B. durch das Tragen von unpassendem Schuhwerk in den Sommermonaten) sowie durch die Verwendung von Nagellack und künstlichen Fingernägeln.

Auch auf Duschböden und in Umkleidekabinen herrscht ein Milieu, in dem sich die Parasiten wohlfühlen. In Schwimmbädern ist daher besondere Vorsicht geboten. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich mit Flip-Flops oder Badeschuhen behelfen.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Bei der Behandlung von Nagelpilz gibt es grundsätzlich drei verschiedene Wege. Die erste Option ist der Einsatz von pharmazeutisch hergestellten Medikamenten, z.B. Nagellack mit wachstumshemmenden und pilztötenden Wirkstoffen (in der Regel Ciclopirox oder Amorolfin). Die Lacke werden ein- bis zweimal wöchentlich aufgetragen. Zuvor muss der betroffene Nagel geschnitten und abgefeilt werden. Als Alternative bieten sich Cremes mit einer Kombination aus Harnstoff (Urea) und Bifonazol an. Ebenfalls infrage kommen Tabletten mit Terbinafin oder Itraconazol.

Die nächste Möglichkeit ist die Verwendung von Hausmitteln wie Lavendel- und Teebaumöl, Eigenurin, Apfelessig, Knoblauch und Backpulver. Die Behandlung mit Apfelessig hat sich in den letzten Jahren zu einer beliebten Methode entwickelt, um Nägel von Pilzinfektionen zu befreien. Lavendel- und Teebaumöle haben ebenso wie Apfelessig den Vorteil, dass sie leicht anwendbar sind. Ernsthafte Nebenwirkungen sind bei allen genannten Naturmitteln nicht zu erwarten.

Die dritte Option stellt die Behandlung per Laser dar. Eine solche Therapie dauert im Normalfall zwischen zwei und vier Monaten. Jede Sitzung nimmt etwa 20 bis 30 Minuten in Anspruch. Dem Nagelbett wird durch die Laserbehandlung kein Schaden zugefügt. Die Kosten sind recht überschaubar, was neben den exzellenten Heilerfolgen einer der wichtigsten Gründe sein dürfte, weshalb sich die Lasertherapie einer zunehmenden Popularität erfreut.