Vakuummaschine

Hygienisch einwandfreie Verpackungen sind bei der Herstellung von Produkten, die für den Gross- und Einzelhandel bestimmt sind, das A und O. Die weitaus meisten Erzeugnisse werden heute in Vakuumbeutel eingeschweisst. Teilweise sind diese transparent – etwa, wenn es sich um Verpackungen für Haushaltswaren handelt. Bei anderen Produkten werden undurchsichtige Vakuumbeutel verwendet, damit der Inhalt vor den Augen des Betrachters verborgen bleibt.

Um die Vakuumbeutel in korrekter Weise zu verschweissen, wird eine Vakuummaschine (auch als Vakuumierer bezeichnet) benötigt. Derartige Maschinen werden von spezialisierten Herstellern angefertigt – oftmals als individuelle Konstruktion, die den Anforderungen des auftraggebenden Unternehmens gerecht wird. Jede Firma hat andere Produktionsbedingungen und besondere Wünsche, die bei der Planung einer Vakuummaschine berücksichtigt werden müssen.

Wichtige Faktoren bei der Konstruktion

Die wichtigsten Faktoren, die bei der Konstruktion einer Vakuummaschine eine Rolle spielen, sind die Grösse der zu verarbeitenden Vakuumbeutel (insbesondere die Folienbreite), die Länge der Schweissbalken sowie die Distanz zwischen den Balken. Das eigentliche Verschweissen der Vakuum-Beutel wird von den Schweissbalken erledigt, während das Vakuum in einer Kammer (der Vakuumkammer) mithilfe einer Pumpe erzeugt wird. Im Normalfall ist der Schweissbalken mit Hebearmen an der Vakuumkammer befestigt. Die Arme ermöglichen das Anheben der Kammer, sodass der Benutzer darauf zugreifen und eine Reinigung durchführen kann.

Die Intensität des Vakuums ist je nach Anwendung unterschiedlich. Zum Haltbarmachen von Fleischwaren wird beispielsweise ein 99-prozentiges Vakuum benötigt, während beim Einschweissen von Plastikteilen weit niedrigere Werte üblich sind. Bei professionellen Geräten wird der Anpressdruck erst nach dem Vakuumprozess erzeugt. Auf diese Weise kann der in der Luft befindliche Sauerstoff problemlos entweichen, sodass Vakuumwerte von bis zu 99,8 Prozent erreicht werden können.

Einschweissen von Flüssigkeiten

Das fachgerechte Einschweissen von Flüssigkeiten ist eine technisch anspruchsvolle Aufgabe. Moderne Vakuumierer besitzen eine Vertiefung, in die der gefüllte Vakuumbeutel in aufrechter Position eingelegt wird. Der Clou: Der Beutel bleibt in seiner Position, sodass sich aufgrund der Schwerkraft die Flüssigkeit am Boden sammelt. Hierdurch wird vermieden, dass die Vakuum-Pumpe die Substanz aufsaugt.

Einschweissen lässt sich beinahe alles, was flüssig ist: Chemische Substanzen für den industriellen Einsatz, menschliches Blut, aber auch Speisen wie Pudding oder Suppen. Zum Einschweissen von Lebensmitteln werden in der Regel Vakuum-Beutel benutzt, deren Oberfläche strukturiert und geschmacksneutral ist. Man verwendet in diesem Zusammenhang auch den Begriff „lebensmittelecht“. Hiermit ist gemeint, dass der Vakuumbeutel den Geschmack des Inhalts nicht beeinträchtigt.

Sonderausstattungen

Moderne Vakuumverpackungsgeräte sind teilweise mit einer Vielzahl von Extras ausgestattet. Dazu gehört beispielsweise ein Datumsstempel, mit dessen Hilfe der Benutzer während des Vakuumierens ein Datum und/oder eine Losnummer auf den Rand des Vakuumbeutels aufbringen kann. Hierfür sind keine besonderen Kenntnisse notwendig: Der Beutel wird einfach zwischen Stempel und Drucker gehalten. Der Datumsstempel lässt sich leicht herausnehmen, um das jeweilige Datum und die gewünschte Nummer per Hand einzustellen.