Schwangere Frau

Fast jede Frau, die sich ein Kind wünscht, dürfte schon einmal einen Schwangerschaftstest absolviert haben. Dank des medizinischen Fortschritts ist es heute jederzeit möglich, einen solchen Test ganz diskret zu Hause vorzunehmen. Alles, was man dazu braucht, sind spezielle Teststreifen, den man in jeder Apotheke sowie in zahlreichen Online-Shops bekommt.

Bei einem Schwangerschaftstest wird der Urin der Frau auf das sogenannte Schwangerschaftshormon hCG (humanes Choriongonadotropin) untersucht. Liegt die Konzentration auf einem Niveau, das auf eine Schwangerschaft hindeutet, verfärbt sich der Teststreifen. Das hCG-Hormon wird von der zukünftigen Plazenta gebildet, wenn sich eine befruchtete Eizelle in der Gebärmutter eingenistet hat. Die Konzentration erhöht sich im Falle einer Schwangerschaft alle zwei bis drei Tage um jeweils 100 Prozent. Der Höchstwert wird ca. in der zwölften Schwangerschaftswoche erreicht – anschliessend nimmt die hCG-Konzentration wieder ab. Nichtsdestoweniger kann das Hormon während der gesamten Dauer der Schwangerschaft im Urin nachgewiesen werden.

Welche Arten von Schwangerschaftstests gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen sogenannten Frühtests, die schon wenige Tage nach einer möglichen Befruchtung erfolgen können, und „klassischen“ Schwangerschaftstests. Letztere sind weitaus zuverlässiger als Frühtests, bei denen sich das Problem ergibt, dass sie die für eine Schwangerschaft typische Hormonkonzentration nicht vollständig erfassen können. Zudem besteht immer die Möglichkeit, dass eine befruchtete Eizelle vorhanden ist, die jedoch später wieder abgestossen wird. Insofern ist ein Frühtest stets eine Momentaufnahme, weshalb man sich auf das Ergebnis keinesfalls verlassen sollte.

Wann sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden?

Viele Frauen begehen den verhängnisvollen Fehler, ihren Schwangerschaftstest zum falschen Zeitpunkt durchzuführen. Ein Urintest mit einem hCG-Teststreifen kann erst dann vorgenommen werden, wenn die Periode ausbleibt – vorher lässt sich das im Urin ausgeschiedene Hormon nicht zuverlässig nachweisen. Eine verfrühte Messung ist daher nicht nur sinnlos, sondern kann auch dazu führen, dass eine Frau mit Kinderwunsch sich für einige Tage im siebten Himmel wähnt, um dann jäh auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt zu werden.

Ein Termin beim Gynäkologen bringt Gewissheit

Nach einem positiven Schwangerschaftstest führt der nächste Weg zum Gynäkologen, der verschiedene Untersuchungen durchführt. Gegebenenfalls wird ein weiterer Test vorgenommen, bei dem das Blut auf hCG-Hormone untersucht wird. Dies ist aber nur dann erforderlich, wenn berechtigte Zweifel an einer Schwangerschaft bestehen. Anders als ein Urintest liefert ein Bluttest bereits neun Tage nach einer möglichen Befruchtung ein genaues Ergebnis. In jedem Fall nimmt der Gynäkologe in seiner Praxis einen zweiten Urintest vor und bestätigt das Resultat mit einer Ultraschalluntersuchung.